v. l. Julian Schönbeck, Annegret Ott, Wibke Brems, Dr. Martin Buschmeier und Christian Wieda
v. l. Julian Schönbeck, Annegret Ott, Wibke Brems, Dr. Martin Buschmeier und Christian Wieda
Dr. Martin Buschmeier erklärt die technischen Gegebenheiten des Trianel Gaskraftwerk Hamm
Dr. Martin Buschmeier erklärt die technischen Gegebenheiten des Trianel Gaskraftwerk Hamm
Buschmeier: "Gaskraftwerke sind ein elementarer Baustein für die Versorgungssicherheit."
Buschmeier: "Gaskraftwerke sind ein elementarer Baustein für die Versorgungssicherheit."

Wibke Brems (MdL) zu Gast im Trianel Gaskraftwerk Hamm

Energiepolitischer Austausch vor Ort

5. Februar 2018

Stadtwerke befinden sich im Wandel, denn die Digitalisierung macht auch vor ihnen nicht Halt. Kommunale Energieversorger stehen hier vor Chancen, Herausforderungen, aber auch Risiken – und vor allem vor der Frage, ob die Digitalisierung die Energiewende mitgestalten kann.

Um diese und weitere Fragen zu erörtern, besuchte Anfang Februar NRW-Landtagsabgeordnete Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Trianel Gaskraftwerk Hamm im Stadtteil Hamm-Uentrop.

Neben der Besichtigung des hocheffizienten Gaskraftwerks stand der energiepolitische Austausch mit Dr. Martin Buschmeier, Geschäftsführer der Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG, sowie Mitarbeitern der Trianel Energiepolitik im Vordergrund.

So wurden zum einen die aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen und der Beitrag des Gaskraftwerks zum Gelingen der Energiewende diskutiert und zum anderen ein fundierter Überblick über die technischen Gegebenheiten des Kraftwerks und die Betriebsführung in Form eines Rundgangs vermittelt.

Ein besonderer Augenmerk wurde von Frau Brems und ihren Mitarbeitern auf die Herausforderungen des Gaskraftwerks im Zuge eines sich veränderten Marktumfelds gelegt. Diesbezüglich stellt Frau Brems fest: „Dem Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt weiterhin eine hohe Bedeutung zu, sie leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz und erweisen sich zunehmend als wettbewerbsfähig zu anderen Energieträgern. Flexible Kraftwerke bilden eine wichtige Brücke um den Weg in das regenerative Zeitalter zu ebnen.“

Im Rahmen des Workshops wurden weitere Themen diskutiert: Die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie die Chancen der neuen digitalen Energiewelt aus dem Blickwinkel der Stadtwerke-Kooperation Trianel standen hierbei im Fokus. Beraten wurde außerdem über den Beitrag Nordrhein-Westfalens beim Ausbau der Windenergie und zum notwendigen Ausstieg aus der Kohleverstromung, aber auch über den aktuellen Stand und die weitere Planung des Netzausbaus sowie die Chancen und Herausforderungen der Sektorenkopplung.

Die Sprecherin für Energiepolitik und Klimaschutz der Grünen-Landtagsfraktion in NRW betonte in diesem Zusammenhang ebenfalls: „NRW als Energieland Nr. 1 steht in der Verantwortung, einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht beschnitten werden.“

Dabei unterstrich auch Dr. Buschmeier: „Erneuerbare Energien werden künftig immer stärker die deutsche Energieversorgung bestimmen. Gaskraftwerke, wie das Trianel Gaskraftwerk Hamm, leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur sicheren Energieversorgung in Zeiten der Energiewende, daher ist für uns als Kraftwerksbetreiber eine verlässliche Energiepolitik von zentraler Bedeutung.“

Im aktuellen Strommarkt ist ein wirtschaftlicher Betrieb von hocheffizienten Gaskraftwerken auf Vollkostenbasis gerechnet jedoch nicht realisierbar. Aktuell fährt das Trianel Gaskraftwerk Hamm in einem optimierten Minimalbetrieb, also nur dann, wenn der Strompreis höher als die Produktionskosten ist und damit positive Deckungsbeiträge erzielt werden können.